Neues Surface Pro vs. Surface Pro 4: Was ist der Unterschied?

Microsoft hat ein neues Surface Pro vorgestellt. Sein Name? Das „neue Surface Pro“ – ja, wirklich. Der bizarre Name erinnert an Apples „Das neue iPad“ aus dem Jahr 2012 und wird Kritik hervorrufen, dass es die Marke „Surface Pro 5“ nicht wert ist (ist es auch nicht). Dennoch bietet Microsofts neues Gerät in vielen Bereichen subtile und wichtige Verbesserungen.

Schauen wir uns also die Unterschiede zwischen dem neuen Surface Pro und seinem Vorgänger, dem Surface Pro 4, an…

Design – Es ist jetzt ein Laptop

Von außen sieht das neue Surface Pro fast identisch aus mit dem Surface Pro 4 und sogar dem Surface Pro 3:

Surface Pro 4 – 292 x 201 x 8,4 mm, 766 g bis 786 g
Neues Surface Pro – 292 x 201 x 8,5 mm, 766 g bis 786 g

Darüber hinaus verfügt das neue Surface Pro über abgerundete Ecken, eine neu gestaltete Wärmeableitung, einen verbesserten 165-Grad-Kickstand (gegenüber 150 Grad beim Surface Pro 4) und stärkere Magnete für den Surface Pen – endlich. Die Webkameras auf der Vorder- (5MP) und Rückseite (8MP) sind ebenfalls besser integriert, was eine kleine, aber feine Neuerung ist.

Display – Alter Hund, neue Tricks

Wie angesichts der Abmessungen nicht anders zu erwarten, verfügt auch das neue Surface Pro über dasselbe 12,3-Zoll-PixelSense-Display im 3:2-Format wie das Surface Pro 4. Die native Auflösung beträgt weiterhin 2736 x 1824 Pixel (267 ppi) und es gibt die gleiche Unterstützung für 10-Punkt-Multitouch.

Das New Surface Pro bietet jedoch keine native Unterstützung für das Surface Dial – ich vermute, dass dies der Grund für den tieferen 165-Grad-Kickstand ist. Die gute Nachricht ist jedoch, dass die Dial-Unterstützung im Laufe des Jahres über ein Firmware-Update für das Surface Pro 4 verfügbar sein wird.

Leistung – Laptop-Klasse

Was dem New Surface Pro jedoch zu einer gewissen Laptop-Qualität verhilft, sind die verbesserten technischen Daten. Die Reihe wechselt zu Intels „Kaby Lake“-Chipsätzen mit den folgenden Optionen:

Core m3-7Y30 mit HD-Grafik 615
Core i5-7300U mit HD-Grafik 620
Core i7-7660U mit Iris Plus-Grafik 640
Interessanterweise werden sowohl die m3- als auch die i5-Varianten lüfterlos und damit leise sein. Microsoft behauptet, dass das i7-Topmodell leiser als je zuvor sein wird, obwohl es einen Lüfter enthält, der auch für ein zusätzliches Gesamtgewicht von 20 g sorgt.

Unverändert sind die RAM-Optionen (4GB, 8GB oder 16GB 1866Mhz LPDDR3) und der Speicher (128GB, 256GB, 512GB oder 1TB über eine PCIe NVMe SSD).

Software – Windows 10 Pro oder Windows 10 S

Bei der Markteinführung wird das New Surface Pro mit Windows 10 Pro ausgeliefert, aber Microsoft hat bestätigt, dass es die Reihe auch mit Windows 10 S verkaufen wird. Warum man sich allerdings für Windows 10 S entscheiden sollte (angesichts der offensichtlichen Einschränkungen), ist mir schleierhaft.

Konnektivität – ein Schritt vorwärts, ein Schritt zurück

Mit der Ankunft des neuen Surface Pro fügt Microsoft endlich die Option für integriertes 4G LTE hinzu. Leider wird dieser Fortschritt jedoch durch die seltsame Weigerung getrübt, den angesagtesten Anschluss der Technologie zu übernehmen.

Bemerkenswerterweise ist USB Typ-C auf dem New Surface Pro nirgends zu sehen, außer über einen mitgelieferten Dongle. In der Zwischenzeit bleibt der proprietäre Surface-Connector-Stromanschluss neben dem Mini-DisplayPort, einem microSD-Steckplatz und nur einem USB-3.0-Anschluss in voller Größe. Wenigstens wird Bluetooth von v4.0 auf 4.1 umgestellt.

Batterielaufzeit – die beste Änderung

Die Umstellung auf Kaby Lake ist eine große Sache und damit einher geht Microsofts kühne Behauptung, dass das neue Surface Pro bis zu 13,5 Stunden mit einer einzigen Ladung durchhält. Im Vergleich zu neun Stunden beim Surface Pro 4 ist das eine massive Verbesserung um 50 %, obwohl sich die Zahlen nur auf die Videowiedergabe beziehen.

Preis – Mehr durch weniger

Auf dem Papier behält Microsoft mit dem neuen Surface Pro die gleichen Preise bei wie mit dem Surface Pro 4, die bei 799 US-Dollar beginnen. In der Realität verlangt Microsoft jedoch mehr, da der Surface Pen (99 $) nicht mehr im Lieferumfang enthalten ist.

Aber auch der Surface Pen wurde für diese Version stark verbessert, mit doppelter Genauigkeit, vierfacher Druckempfindlichkeit (4096 gegenüber 1024 Stufen), neuer Neigungsschattierungsfunktion und halbem Druck (10g gegenüber 20g), um Eingaben zu registrieren.

Ebenso kostet das optionale, aber noch nicht obligatorische New Surface Pro Signature Type Cover $159 extra. Microsofts Surface Pro 4-Cover sind bereits ab 129 US-Dollar erhältlich, wobei das neue Alcantara-Cover einen Tastenhub von 1,3 mm und ein Glas-Trackpad in voller Größe mit 500 dpi Auflösung und Fünf-Finger-Mehrfachberührungserkennung bietet.

Unterm Strich

Das neue Surface Pro verdient vielleicht nicht den Namen „Surface Pro 5“, aber es ist ein praktisches und lohnendes Update. Surface Pro 4-Besitzer werden wahrscheinlich nicht zu einem Upgrade motiviert sein, aber Surface Pro 3-Besitzer und alle Windows-Nutzer, die ein solch flexibles Hybridgerät suchen, werden in Versuchung kommen.

Wird Microsoft MacBook-Nutzer für sich gewinnen? Für Loyalisten könnte sich der Wechsel des Betriebssystems als zu viel erweisen, aber angesichts der Preise der MacBook Pro-Modelle von Apple wird das neue Surface Pro wahrscheinlich eine große Anziehungskraft ausüben…

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